Herbstlicht - wenn Blätter leuchten

Herbstlicht - wenn Blätter leuchten

Ginkgo biloba - Fächerblattbaum - das strahlendste Gelb unter den Herbstfärbern!

Er gilt zurecht als das berühmteste lebende Fossil, da er schon vor 30 Millionen Jahren bei uns in Mitteleuropa verbreitet war. Diese Pflanze erlebte die Entwicklung der Saurier, der ersten Vögel und das Kommen und Gehen des Mammuts. Doch mit dem Ginkgo biloba hat nur eine Art in Asien überleben können! 1730 wurde der Ginkgo dann wieder von Seefahrern nach Europa gebracht und wird seit dieser Zeit als Park- und Gartenbaum gepflanzt.

In der chinesischen Philosophie wird er seit langem als kraftspendend und lebensverlängernd verehrt. Er ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und Hoffnung. Der Fächerblattbaum ist weder ein Nadelbaum noch ein Laubgehölz, sondern gehört zu den nacktsamigen Palmfarnen.

Dieser interessante, widerstandsfähige und anspruchslose Baum färbt sich im Herbst leuchtend (wirklich sehr leuchtend!) gelb und wächst recht langsam. Der bis zu 20 m hohe Baum sollte einzeln gepflanzt werden, damit er voll zur Geltung kommt.

Natürlich hat nicht jeder Platz für einen solch grossen Baum im Garten, deshalb gibt es mittlerweile sehr attraktive Sorten des Ginkgo (alle Sorten ohne Früchte!):

'Mariken' - wächst nahezu kugelig, ganz kompakt und sehr langsam; vor allem für kleinere Gärten      und Gefässe geeignet und auch als Stammform erhältlich

'Autumn Gold' - sehr schöne Herbstfärbung, langsamwüchsig, mehrstämmig wachsend, ca. 12 bis  15  m hoch

'Fastigiata' - schlank, säulenförmig, ca. 12 m hoch

'Tremonia' - schmal, aufrecht, fast säulenförmig, in 40 Jahren ca 10 m hoch und 80 cm breit

'Menhir' - wie der Name schon sagt, die schlanke aufrechte Form eines Hinkelsteins, wüchsige Sorte

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