Winterjasmin

Winterjasmin

In Gelb getaucht

Auf den ersten Blick scheint es leichtsinnig, was der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) treibt, aber er nutzt eine ökologische Nische . Auch in seine chinesischen Heimat, auf der Ostseite des Himalaya,  ist der Winter nicht durchgängig kalt und wird hin und wieder von milderen Phasen durchbrochen . Dann fliegen Insekten umher, die etwas Energie für die noch kommenden Winterwochen suchen. Die leuchtend gelben Blüten signalisieren weithin, dass es hier etwas zu holen gibt. Konkurrenz durch andere Blütenpflanzen gibt es zu dieser Jahreszeit kaum. Daher braucht der Winterjasmin auch keinen intensiven Duft, wie er für die anderen Jasmin-Arten typisch ist. Das wäre reine Energieverschwendung.

Kommt der Wintereinbruch überstehen die geöffneten Blüten den Frost natürlich nicht, sobald es taut fallen sie in sich zusammen. Aber der nächste Blütenflor lauert schon  auf mildes Wetter, den das Gehölz setzt nie alles auf eine Karte . Es öffnet seine Knospen nach und nach und hat somit eine sehr lange Blütezeit.

Im Frühling und Sommer tritt er dann, mit seinen feinen, kleinen Blättern, im Garten eher in den Hintergrund. Der locker wachsende rankende Strauch der sich gut zur Böschungsbepflanzung eignet, gedeiht auch in gemischten Gefässbepflanzungen sowie überhängend an Mauern o.ä.

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