Essbare Ölweide

Essbare Ölweide

Elaeagnus multiflora - die vielblütige, essbare Ölweide... 

...ist ein Geheimtipp für Gartenbesitzer und für Hobbyköche. Ölweidengewächse aus der Pflanzenfamilie der Elaeagnaceae kommen in Europa und Asien wildwachsend vor. Auch Sanddorn gehört zu dieser Familie. Die Gattung Elaeagnus - Ölweiden bringt unbedornte, laubabwerfende, anspruchslose Sträucher hervor, die keine Ausläufer bilden. Mit ihren unterseits silbrigen Blättern und ihren unzähligen kleinen hellgelben Blüten erinnern Ölweiden im Frühjahr an Ölbäume, also an Oliven. Der überreiche Blütenflor der Ölweiden duftet stark nach Honig und lockt unzählige Bienen an.

Die Art Elaeagnus multiflora trägt im Herbst korallenrote, süse, essbare aber sehr kleine Früchte. Diese haben Stiel und Stein, fast wie kleine Kirschen. In England heisst die Art sehr treffend "Cherry Elaeagnus". "Kirsch-Elaeagnus" ist in China, Korea und Japan heimisch, wo sie auch als Obst genutzt wird. Bei uns ist sie leider noch so gut wie unbekannt.


Die Ernte erfolgt recht spät im Jahr - im September oder Oktober, wenn andere Beerensträucher längst keine Früchte mehr tragen. Für diejenigen, die schon Anfang September naschen wollen, empfiehlt sich die frühe Sorte ’Garnet’. Die Sorten ‘Jewel’ und ‘Brilliant Rose’ reifen erst später.

Wenn die Früchte der vielblütigen Ölweide im September richtig reif sind, können sie mit den Fingern von den Zweigen abgestreift werden. Die Früchte sind etwas grösser als Sanddornbeeren. Dennoch lassen sie sich viel besser ernten, auch weil der Ölweidenstrauch keine Dornen trägt und weil die Früchte nicht matschig sind, sondern bei der Ernte unversehrt bleiben.

Zucker- und Säuregehalt der vitaminreichen Beeren halten sich die Waage. Reif geerntet schmecken sie daher angenehm süss.

Wer ungern mit den Vögeln teilt oder die reiche Ernte nicht nur naschen, sondern auch noch in der Küche zu Marmeladen, Kompott oder Likör verarbeiten will, muss die Pflanzen wohl oder übel mit einem Netz schützen.

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